Vom Schaf zum Schal…fast

Heute möchte ich euch ein besonderes Projekt vorstellen:

Meinen ersten Schal im Tartanmuster, den ich komplett aus selbstgesponnenem Garn gewebt habe.

Die Fasern dazu stammen von der lieben Charlene Regenbogenwolle und sind in 5 Farben auf einer Mischung aus Merino, Alpaka und Bambus geblendet.

Den „Jahreszeitenschal“ gab es dort mit Anleitung in insgesamt 4 Farbvarianten.

Versponnen und zweifach gezwirnt habe ich insgesamt 250g, und zwar mit ordentlich viel Drall, damit das Garn die Belastung durch den Webkamm aushält. Von der Stärke her hat das Garn etwa die Dicke von normaler Sockenwolle.

Gewebt habe ich den Schal auf meiner Harfe von Kromski in Leinwandbindung und mit einem 50 DPI- Kamm, also 50 Fäden auf 10 cm. Das hat super funktioniert und das Garn hat sich bei Weben erfreulicherweise kein bisschen aufgescheuert.

Und: Ich war sooo erleichtert, dass sich tatsächlich Quadrate gebildet haben! Wenn nämlich die Garnstärke zu ungleichmäßig ist oder nicht zum Webblatt passt, klappt das nicht.

Der fertige Schal ist nach dem Waschen ca. 150 x 25 cm groß und ich habe daraus einen Loop genäht, der gut zwei mal um den Hals passt.

Was mir leider nicht so gut gefällt, sind die Ränder und Farbwechsel, denn die sind etwas  ungleichmäßig geworden. Zum Wechseln der Farbe wird der Schussfaden abgeschnitten, das Ende einmal um den Randfaden gewickelt und wieder in das noch offene Fach gelegt und dann mit angeschlagen. Dann wird das Fach gewechselt und mit der neuen Farbe weitergewebt.  Dadurch ergeben sich an den Wechselstellen längere sichtbare Stücke des Kettfadens. Durch die bei mir helle Randfarbe sieht man jetzt diese längeren Abschnitte der Kette natürlich noch stärker.

Aber hei, es ist handgemacht, und wer ist schon perfekt?

 

P.S.: Habt ihr Erfahrung mit solchen Webstücken, und vielleicht einen Tipp für den Farbwechsel, der ordentlicher aussieht?