Ein Vlies – tausend Möglichkeiten!

Neulich habe ich mich ein ganzes Wochenende lang dem Thema „Rohwolle“ verschrieben.
Mich fasziniert der Gedanke, die Wolle „vom Schaf an“ komplett selbst zu verarbeiten. Also sie zu  waschen, sortieren, zupfen, kämmen oder kardieren, spinnen, und sie dann zu verstricken oder zu verweben – und am Ende ein fertiges Stück in den Händen zu halten, das WIRKLICH selbstgemacht ist. Nachhaltiger geht kaum.

Im letzten Sommer habe ich deshalb bei einer Schäferei mehrere Kilo ungewaschene Rohwolle von verschiedenen Schafrassen bestellt. Sie kamen in einer großen Papiertüte per Post zu mir und wochenlang duftete die ganze Wohnung ganz dezent nach Schafstall 🙂

Ich bin total begeistert von den vielen Möglichkeiten, die allein ein einzelnes Vlies bietet! Verschiedene Faserlängen, -qualitäten und -farben ergeben je nach Verarbeitung, je nachdem, wie man sie spinnt und zwirnt, völlig unterschiedliche Garne. Allein mit einer kleinen Testmenge von vielleicht 50g habe ich 15 (!) verschiedene Proben gesponnen. Jede für sich ein bisschen anders und jede mit eigener Daseinsberechtigung und geeignet für ihr eigenes Projekt!

 

 

 

P.S.: Verarbeitet ihr Rohwolle? Welche Schafrassen mögt ihr am liebsten?